Kulturen

Das Online-Magazin der Kulturjournalisten an der UdK Berlin

Die Band Felix Meyer: „Wer Argumente hat, braucht keinen Waffenschein“

Warme Sonnenstrahlen und endlich auch laue Nächte. Mit dem Fahrrad in den Park, dort dann mit Freunden zusammensitzen und am Besten noch gute Musik hören.


Felix Meyer: CD-Cover "Von Engeln und Schweinen"

Es war genau in einem dieser Momente als ich von Felix Meyer und seiner Band das erste Mal hörte. Sie spielen auf der Straße und in kleinen Konzertsälen. Immer dort wo es viele Zuhörer gibt und das Gefühl „Straßenmusik“ Platz finden kann. Und bei dieser Band geht es nicht um irgendwelches Straßengeklimper. Es geht um musikalische Klänge, die einem als zufälligen und dann sehr zufriedenen Zuhörer stehenbleiben lassen. Es geht um eine Band, die durch ihre Kombination aus poetisch auf den Punkt gebrachten Lebensbeobachtungen und einer wunderbar handgemachten Musik verzaubern. Nicht zu letzt Schaffen die sechs Jungs diesen Zauber durch ihre Präsenz und Ausstrahlung. Ganz nahe kommt dem Zuhörer die eindringliche und wunderbar raue Stimme des Berliner Felix Meyer in Kombination mit dem musikalischen Gerüst seiner Bandkollegen an Akkordeon, Kontrabass, Percussions, Schlagzeug und Gitarre. Wenn dann über das Leben, die Liebe und das Leid gesungen wird, ist man gebannt und will unbedingt noch mehr hören. Die Zeit bleibt stehen. Regen kann fallen und Züge können fahren, aber das ist egal. Man hat auf der Straße gerade ein wunderschönes Geschenk gefunden: die Musik der Band „Felix Meyer“.

So spürt jeder die Erinnerung an die erste, verflossene Liebe, wenn „Kaffee ans Bett“ gesungen wird. Liedzeilen, wie „Weck mich erst wieder auf, wenn du wieder bei mir bist und dann bring mir doch bitte einen Kaffee ans Bett“ bringen mit Hilfe von kleinen Alltagsbildern, die großen Emotionen auf den Punkt, welche bei verschwindender Liebe auftauchen. Man bleibt bei dieser Erinnerung aber nicht stehen. Das Album „Von Engeln und Schweinen“ bietet noch weitere Facetten. Mit dem Lied „La Corrida“ aus der Perspektive des Stiers im Stierkampf kann man eine ganz andere Sicht der Dinge gewinnen. So ist die Gesamtmelodie der Platte eine aus dem Leben gegriffene. Dadurch dass man die erzählten Geschichten ähnlich auch schon mal erlebt hat, entsteht eine angenehme Nähe, welche genau das Richtige ist, für einen Sommerabend im Park, im Konzertsaal oder zu Hause auf dem Balkon.

Egal, wie oder wo, aber die sechs Jungs, welche die Straßenmusik ebenso lieben, wie ihre Bühnen, sollte man gehört, getanzt und gefühlt haben. Ich  zumindest verbleibe mit einem „Aufwiederhören, Felix Meyer“ und bis zum 5. Juli im Admiralspalast in Berlin!

Straßenmusik

Straßenmusik

Termine Berlin:

04. Juli: Straßenmusik (genauer Ort wird kurz vor dem Termin bekannt gegeben)

05. Juli: im Admiralspalast

weitere Tourdaten und Infos unter:

www.felixmeyer.eu

Kommentare sind geschlossen.