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	<title>Kulturen &#187; Thomas Schoos</title>
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	<description>Das Online-Magazin der Kulturjournalisten an der UdK Berlin</description>
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		<title>Das Leben ist kein Ponyhof</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Jul 2009 01:29:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schoos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Plätze und ihre Rituale]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Orte, an denen man Kaffee und Kuchen bestellt, und es gibt das Sankt Oberholz am Rosenthaler Platz. Diese Gaststätte wäre nichts Besonderes, wenn sie nicht was ganz Besonderes wäre. Seitdem der Rosenthaler Platz zum Mitte-Wellness-Zentrum umgebaut wird, trifft sich hier die Avantgarde einer orientierungslosen Generation.


Das Leben ist kein Ponyhof. Diesen Satz muss man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Es gibt Orte, an denen man Kaffee und Kuchen bestellt, und es gibt das Sankt Oberholz am Rosenthaler Platz. Diese Gaststätte wäre nichts Besonderes, wenn sie nicht was ganz Besonderes wäre. Seitdem der Rosenthaler Platz zum Mitte-Wellness-Zentrum umgebaut wird, trifft sich hier die Avantgarde einer orientierungslosen Generation.</strong></p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><span id="more-586"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Das Leben ist kein Ponyhof. Diesen Satz muss man sich erst einmal zu Gemüte führen. In großen Buchstaben hängt er an der Fassade des Sankt Oberholz in Mitte. Ist man neu in diesem Bezirk, mag die Redensart nicht sonderlich aufregend sein. Die Pony-Melancholiker im Sankt Oberholz trifft er jedoch mitten ins Herz. Die meisten Menschen in Mitte wünschen sich nichts inniger als ein eigenes Pony. Gleichzeitig wissen sie, daß dieser Wunsch ihnen für immer verwehrt sein wird.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">So ist das im wahren Leben. Manchmal ist der Apfelkuchen alle und man weiss nicht einmal warum. Auch vier frische Käsetorten können so einen Verlust nicht aufwiegen. Deshalb kann man sagen: Mitte-Menschen tragen einen existentialistischen Pony-Schmerz mit sich herum. Sie wollen die Welt so akzeptieren wie sie ist, sie sind bereit ein Leben ohne Ponies zu führen. Dennoch ist es schwer. Und an manchen Tagen möchten sie einfach nur alleine sein.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Lege nicht alle deine Eier in denselben Korb</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die Herkunfsverhältnisse der Gäste im Sankt Oberholz sind schwer zu ermitteln. Es wird wenig gesprochen und dafür viel geklickt. Auf beiden Etagen der Gaststätte sitzen junge Menschen hinter mitgebrachten Rechnern und starren in die Leuchtdioden brandneuer MacBooks. Laptops sind keine Gesprächspartner. Und man soll sich nicht täuschen: Diese Menschen kommen nicht etwa aus Spass in das Sankt Oberholz. Nein, hier wird gearbeitet. Meistens ist es „irgndwas mit Medien“.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Die junge Arbeitskraft des 21. Jahrhundert arbeitet in einem „sozial proaktiven Umfeld“, wie dem Sankt Oberholz. Es gibt hier Apfelkuchen, und falls er alle ist, gibt es Käsetorte. Und viele andere Menschen mit Laptops. Dies ist die „digitale Bohème“. Der moderne Auswuchs einer Großstadt, in der Menschen damit auskommen, gerade das zu tun, worauf sie Lust haben. Das Internet ist in vielerlei Hinsicht Dreh- und Angelpunkt dieser Lust geworden. Die digitale Puffmutter und ihre hedonistische Larifari-Kundschaft.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Altes Brot ist nicht hart, kein Brot, das ist hart.</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Nina heisst nachts DJ Ponnie M. Sie wohnt etwas weiter die Torstrasse hinunter, am Rosa-Luxemburg-Platz. Tagsüber macht sie dies und das, nachts steht sie im funky Dress an den Turntables. Nina mag das Oberholz, weil es hier „Menschen gibt, die ziemlich undurchschaubar sind.“ Übersetzt heisst das, dass hier Menschen mit Laptops sitzen und so tun als ob sie saumäßig beschäftigt wären.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Nina zieht sich ihre Kopfhörer an und bastelt sich auf ihrem Rechner ein paar neue Tracks zusammen. Neben ihrem Rechner steht eine Bionade. Geschmacksrichtung Ingwer-Orange. So verbringt sie gerne schon einmal einen ganzen Nachmittag. „Was gibt es daran auszusetzen“, fragt sie mit stechendem Blick. „Berlin ist eben anders. Ich habe hier zum Beispiel schon viele Matrosen gesehen. So richtig mit Uniform und Käppi. Obwohl es doch gar kein Meer gibt, in Berlin.“</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>Die Schweine von heute sind die Schinken von morgen</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Man hat das Gefühl, das Internet und Lifestyle in dieser Stadt auf ganz natürliche Weise zueinander gefunden haben. Für das goldene Zeitalter ist es in Sachen Internet noch ein bisschen zu früh. Deshalb stehen die Menschen im Sankt Oberholz auch gerne etwas später auf. Wieso der ganze Stress? Die Schweine von heute sind die Schinken von morgen. Warten und Tee trinken. Oder warten mit Latte Macchiato.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Draussen am Rosenthaler Platz verändert sich die Stadt. Es gibt Kräne und riesige Bohrmaschinen, die Rohre im Boden versenken. An den Strassenecken hängen die letzten Penner in ihrem alten Kiez. Neulich sind ein paar polnische Punks mit ihren Hunden aufgetaucht. Geradezu ironisch: Sie sind die Vorboten einer neuen Zeit.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong>He sit up Perd und söcht dorna</strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">Abends senkt sich mit dem Tageslicht die Stimmung auf ein duseliges Lounge-Niveau. Eine kleine Lampe an der Wand bestrahlt ein Landschaftsporträt vom Tempelberg, dem wahnwitzigen Entwurf eines Berliner Architekten zur alpinen Umgestaltung des Flughafens Tempelhof. Genauso wahnwitzig sieht es vermutlich in den handvoll Köpfen aus, die gedankenverloren an ihren Tischen sitzen. Sie planen mit leeren Blicken ihre Projekte der Zukunft. In der knappen Zeit zwischen den langen Partynächten träumen diese Menschen von ihrem individuellen Siegeszug 2.0. Eines Tages werden die Blogger Kravatten tragen und dann gehört die Welt ihnen, Bit für Mega-Fucking-Bit.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;">He sit up Perd und söcht dorna. Er sitzt auf dem Pferd und sucht danach.  Diesen Satz muss man sich erst einmal zu Gemüte führen. Er hängt nicht in großen Buchstaben an der Fassade des Sankt Oberholz in Mitte. Wenn er es täte, würden Menschen hier vielleicht auf ein Stück Kuchen vorbeikommen. Danach würden sie schnell wieder weiter ziehen, denn das beste Pferd auf das man setzen kann, ist die eigene Zeit.</p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"> </p>
<p style="margin: 0cm 0cm 0pt;">
<p class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"><strong></strong></p>
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		<title>Pubertät im Frack</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Feb 2009 00:16:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schoos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Klassik]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der 21-jährige Dirigent Yoel Gamzou ist ein Wunderkind. Bei seinem großen Auftritt in der Berliner Philharmonie musste er zeigen, welches Phänomen letztendlich den Taktstock schwingt: Das Wunder oder das Kind.
Allen Anwesenden war die besondere Bedeutung des Abends bewusst. „Weltpremiere“ stand mit großen Lettern in den 32 verheissungsvoll im Orchestergraben versammelten Augenpaaren des Mahler International Orchestra. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img class="size-large wp-image-274 alignnone" title="dirigent2" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2009/02/dirigent2-1024x686.jpg" alt="dirigent2" width="479" height="247" /></strong></p>
<p><strong>Der 21-jährige Dirigent Yoel Gamzou ist ein Wunderkind. Bei seinem großen Auftritt in der Berliner Philharmonie musste er zeigen, welches Phänomen letztendlich den Taktstock schwingt: Das Wunder oder das Kind.<span id="more-268"></span></strong></p>
<p>Allen Anwesenden war die besondere Bedeutung des Abends bewusst. „Weltpremiere“ stand mit großen Lettern in den 32 verheissungsvoll im Orchestergraben versammelten Augenpaaren des Mahler International Orchestra. Die Jugendabteilung der weltweiten Mahler-Fachkundschaft um Dirigenten Yoel Gamzou hatte zum Konzert geladen. „Weltpremiere“ schwirrte wie ein großes Ausrufezeichen über den Köpfen des zahlreich erschienenen Publikums.</p>
<p><strong>Maestro Wunderkind</strong></p>
<p>Kein Geringerer als der mit Preisen überschüttete Solo-Flötist der Berliner Philharmoniker, Emmanuel Pahud, hatte sich bereit erklärt für den jungen Wahlberliner Gamzou – mittlerweile „Maestro Wunderkind“ persönlich – zu gastieren. Das Publikum vermutete Großes, zumal doch bekannt geworden war, dass  Pahud, in seiner Rolle als nobler Förderer des „enfant terrible“ Gamzou, auf seine stattliche Gage gleich gänzlich verzichten wolle.</p>
<p>Schon einmal, im September 2008, war der junge Gamzou ähnlich in der Philharmonie aufgetrumpft. Damals dirigierte er mit viel Aufsehen eine andere „Weltpremiere“: die Uraufführung seiner eigenen Fassung von Mahlers unvollendeter 10. Sinfonie. Für das Konzert konnte Gamzou den 1. Konzertmeister der Berliner Philharmoniker gewinnen und sorgte so für die nötige Breitenwirkung.</p>
<p><strong>Pathos-Bonbon</strong></p>
<div id="attachment_283" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-full wp-image-283" title="231604_m1w200q80v471591" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2009/02/231604_m1w200q80v471591.jpg" alt="Dirigenten-Hoffnung Yoel Gamzou   Foto: Promo" width="200" height="150" /><p class="wp-caption-text">Dirigenten-Hoffnung Yoel Gamzou  Foto: Promo</p></div>
<p>Auch diesmal wollte der zappelige junge Mann im Orchestergraben dem besonderen Anlass einer Weltpremiere Nachdruck verleihen. Gleich zu Beginn griff Gamzou zum Mikrofon, hielt eine verwirrende Rede zu Idealismus und Neuanfang und widmete als musikalisches Vorprogramm ein zwei-minütiges, nicht ganz zuckerfreies Pathos-Bonbon von Ludolf Nielsen dem 44. Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama.</p>
<p>Derart eingestimmt, sollte das Publikum im Laufe des vierteiligen Konzerts, Stück für Stück an Gamzous Meisterwerk herangeführt werden: Ein neues Arrangement von Mahlers 9. Symphonie.</p>
<p>Der dramaturgisch-taktische Aufbau des Konzertprogramms war dann auch geschickt auf diesen einen Höhepunkt ausgelegt. Er sollte mit Schubert im ersten Teil demonstrieren, dass dieses Mahler-Ensemble kein geschichtsloses Scheuklappen-Orchester ist, das nur eines wirklich gut kann: Mahler spielen. Gleichzeitig konnten mit Schubert die erwartungskonservativen Konzertbesucher besänftigt werden.</p>
<p><strong>Star-Light-Express</strong></p>
<p>Mit Nielsen im zweiten Teil kam Pahuds große Stunde. Der Berliner Philharmoniker spielte die rhytmisch komplex zwitschernden Passagen aus Carl Nielsens Flötenkonzert mit nachhallender Sicherheit. Hier sprang Gamzou mit seinem Orchester gänzlich auf den vergoldeten Star-Light-Express des gefeierten Solisten auf.</p>
<p>Auch Debussy im dritten Teil war eine taktisch kluge Wahl. Debussy hat viele Stimmungen, mal melancholisch-orientalisch, mal ungreifbar-impressionistisch, doch zeichnen sich diese Stimmungen  dadurch aus, dass sie nie ganz das Eine oder Andere sind. Debussy ist der Meister der Spannung und somit ein kluger Wegbereiter für Gamzous Herzstück.</p>
<p>Mahlers 9. Symphonie bei der sich Gamzous nervöser Übereifer am Dirigentenpult vollends entlud, geriet angesichts der körperlichen Entrücktheit ihres Arrangeurs aber fast ins Hintertreffen. Das Wunder blieb aus. Trotzdem ist der jungen Dirigenten-Hoffnung Gamzou eine grandiose Leistung nicht abzusprechen. Denn was Kinder zumeist nocht nicht wissen:</p>
<p>Besessenheit kann eine Tugend sein. Aufdringlichkeit ist keine.</p>
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		<title>Are You&#8217;rnalist?</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Jan 2009 21:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thomas Schoos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Journalist]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Fragen, fragen, fragen &#8211; und nicht den Hauch einer Ahnung. So ungefähr kann man die komplexe Dramaturgie eines besonders schönen Berufsstandes in Worte fassen. Wie bitte? Kultur was? Richtig. 
In Folge ein Auszug aus der Festtagsrede zur feierlichen Eröffnung des kulturjournalistischen Netzwerks.

Liebe Leser, liebe Hörer, liebes Publikum. Liebe CVDeusen. Wärmste Grüsse aus dem Orkus des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fragen, fragen, fragen &#8211; und nicht den Hauch einer Ahnung. So ungefähr kann man die komplexe Dramaturgie eines besonders schönen Berufsstandes in Worte fassen. Wie bitte? Kultur was? Richtig.</strong> <strong></strong></p>
<p><strong><em>In Folge ein Auszug aus der Festtagsrede zur feierlichen Eröffnung des kulturjournalistischen Netzwerks.</em><span id="more-145"></span></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p>Liebe Leser, liebe Hörer, liebes Publikum. Liebe CVDeusen. Wärmste Grüsse aus dem Orkus des Vergessens. Es war schön im Urlaub, warm auch, dort unten. Doch nun haben wir die Badehosen in den Mottenschrank geworfen. Wir reiben uns die Hände. Die Arbeit ruft: Hurra! Die Sonne scheint! Seht ihr die blühenden Landschaften! Setzt eure Brillen auf! Hört ihr die Trompeten von Jericho? Dort vorne schon, Kanaan! Nein, falsche Brille: Berlin!</p>
<p>Kanaan, Berlin &#8211; same same but different.</p>
<p>Nur eins ist hier anders: Das Wetter ist beschissen.</p>
<p>Machen wir ein kleines Ratespiel? Wollen wir? Und wir wollen.</p>
<p>Das Ratespiel heisst: &#8230; &#8230; &#8230; (Wer weiss es, wer weiss es)</p>
<p>Nächster Punkt: Wichtig bei einem Ratespiel ist die ergonomische Grundeinstellung zum zu erratenden Objekt. Bürostühle sind out. Der Ratende sollte sich dem OBJEKT E. auch morphologisch so zuwenden, dass eine mnemo-botanische Osmose zwischen Körper und Geist möglich wird.</p>
<p>Der Ratende sollte außerdem kein zu ballastreiches Gemüse essen, da sonst die Gefahr ballistischer Gastritis möglicherweise &#8211; ich sage möglich ist alles &#8211; nicht mehr abzuwenden wäre.</p>
<p style="text-align: center;">Zunächst ein Bild<img class="aligncenter size-full wp-image-146" title="04" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2009/01/04.jpg" alt="04" width="228" height="309" /></p>
<p>Und nun zum Ratespiel:</p>
<p>Frage 1?</p>
<p>Frage 2: Was ist Kultur?</p>
<ul>
<li>a) Operette auf Kassette</li>
<li>b) Ballette mit Bulette</li>
<li>c) Alles</li>
<li>d) Nächste Frage</li>
<li>e) Ein Land in Schweden (s.: Kulturä)</li>
</ul>
<p>Frage 4: Was ist ein Kulturjournalist?</p>
<ul>
<li>a) Ein Berliner Profilneurotiker</li>
<li>b) Ein matschiger Ausfluss des Bildungsbürgertums</li>
<li>c) Einfach &#8220;total straight&#8221;</li>
<li>d) Ein preussisches Sturmgeschütz</li>
<li>e) Kein Kind der Traurigkeit</li>
</ul>
<p>Frage 5: Was sollte ein Kulturjournalist tun?</p>
<ul>
<li>a) Winke, Winke</li>
<li>b) Haare spalten</li>
<li>c) Räume gestalten</li>
<li>d) Welten verwalten</li>
<li>e) Mund halten</li>
</ul>
<p>Das statistische Bundesamt überträgt die Auswertung des Ratespiels live (!) um 15 Uhr 33 Ortszeit. Bei Regen wird die Party abgesagt.</p>
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