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	<title>Kulturen &#187; Film</title>
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	<description>Das Online-Magazin der Kulturjournalisten an der UdK Berlin</description>
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		<title>Der Geräuschemacher</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 23:49:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anne Waak</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Helmut Kowanda hat 40 Jahre als Geräuschemacher gearbeitet und unter anderem die Filme der Olsen-Bande vertont. Ein Besuch in seinem Atelier.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Helmut Kowanda hat 40 Jahre als Geräuschemacher gearbeitet und unter anderem die Filme der Olsen-Bande vertont. Ein Besuch in seinem Atelier.</p>
<div id="attachment_1434" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-1434" title="Helmut Kowanda" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2010/06/IMG_4860-300x200.jpg" alt="Helmut Kowanda" width="300" height="200" /><p class="wp-caption-text">Helmut Kowanda</p></div>
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		<title>&#8220;Der liebevolle Realist&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 01:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Anna Mayrhauser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Andreas Dresens neuer Film „Whisky mit Wodka“ ist wieder einmal eine Geschichte von großen und kleinen Verlierern geworden.  Eine Annäherung an den „aufrichtigen Humanisten“ unter den deutschen Filmemachern.

Einer der schönsten Filme, die man heute unter dem Genre „DDR-Film“ einreihen würde, entstand bereits 1992. Er hieß „Stilles Land“, ein Zitat aus einem Lied von Wolf Biermann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left"><strong><em>Andreas Dresens neuer Film „Whisky mit Wodka“ ist wieder einmal eine Geschichte von großen und kleinen Verlierern geworden.  Eine Annäherung an den „aufrichtigen Humanisten“ unter den deutschen Filmemachern.</em></strong></p>
<p style="text-align: left"><em><span id="more-1254"></span></em></p>
<p style="text-align: left">Einer der schönsten Filme, die man heute unter dem Genre „DDR-Film“ einreihen würde, entstand bereits 1992. Er hieß „Stilles Land“, ein Zitat aus einem Lied von Wolf Biermann. Das Ensemble eines Theaters irgendwo in der ostdeutschen Provinz kämpft sich im Herbst 1989 durch „Warten auf Godot“ und verpasst die Wende. Ein junger Regisseur schrammt an der Aktualität vorbei, eine alte Schauspielerin sagt „Na toll, jetzt können wir überall hin.“ Kein teuerer Film, fast ein bisschen dokumentarisch, der durch seine Nähe zu den Ereignissen mittlerweile selbst ein Zeitdokument wurde. Es war der Debütfilm des damals neunundzwanzigjährigen Andreas Dresen. Das Drehbuch hatte er gemeinsam mit Laila Stieler geschrieben. Die dokumentarische, improvisierte Spielfilmform wird für sein Filmschaffen typisch werden. Fast siebzehn Jahre später wehrt sich Andreas Dresen immer noch gegen seine Einordnung als „ostdeutscher Filmemacher“: „Ich habe mich schon oft gefragt, wo eigentlich meine westdeutschen Kollegen stecken, bei denen dieser Zusatz ganz offenkundig nicht nötig zu sein scheint“ schreibt Dresen 2009 in einem Kommentar in der ZEIT.</p>
<p style="text-align: left"><em> </em></p>
<p style="text-align: left"><strong><em>Das Glück und der Bruch</em></strong></p>
<p style="text-align: left">Sein Ausbildungsweg erinnert auch ein bisschen an „Warten auf Godot“: Mit 15 Jahren kommt der 1963 in Gera geborene und praktisch im Schweriner Landestheater aufgewachsene Dresen (Vater Adolf Dresen und Ziehvater Christoph Schroth sind beide Regisseure, die Mutter Barbara Bachmann Schauspielerin) zum Amateurfilm. Nach einem langwierigen Aufnahmeprozess beginnt er 1986 sein Regiestudium an der  Hochschule für Film- und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam-Babelsberg. Wenn Dresen über seine Karriere spricht, dann spricht er sehr oft vom Glück. Das Glück, ein Volontariat beim Defa-Spielfilmstudio bekommen zu haben und nicht bei der Filmabteilung der NVA. Das Glück, einer der Volontäre gewesen zu sein, die für das Regiestudium übernommen wurden und so eine fundierte Ausbildung zu erhalten. Dort hat er, der eigentlich nur Spielfilme machen wollte, das Dokumentarische gelernt: „Ich wollte unbedingt zum Spielfilm und lernen mit Schauspielern zu arbeiten. Aber man sagte uns: Nein, jetzt geht ihr erst mal auf die Straße und filmt die Werktätigen. Und dann musste man plötzlich lernen, in der Realität Bilder zu finden.&#8221; Das Glück nach seinem Debütfilm eine Ausschreibung zu gewinnen, die den zweiten Film komplett finanzierte. Später das Glück, Theater und Film machen zu können, und auch Oper. Eine Arbeit, die sich gegenseitig ergänzt und immer wieder neue Wege hervorbringt, wo das eine das anderer ermöglicht. Ohne die Erfahrung der Theaterarbeit wäre ein Film wie „Halbe Treppe“ nicht möglich gewesen. Das Glück nach Publikumserfolgen wie „Sommer vorm Balkon“ und „Nachtgestalten“ freiere, radikaler Produktionen wie „Halbe Treppe“ und „Wolke 9“ verwirklichen zu können. Das Glück unter dem Rektorat von Lothar Bisky an der Filmhochschule gewesen zu sein, der den „aufrechten Gang“ durch das Studium ermöglichte, wie Dresen in Interviews oft betont. Den biographischen Bruch durch die Wende empfindet Dresen als großen Wert. „Zu spüren wie sich alles verändert, hat mir viel gebracht und war eine unglaubliche Erfahrung“ erzählt er in Interviews. Auch ein Bruch zu richtigen Zeit, für viele ältere, begabte Regisseure, die in der DDR ausgebildet worden sind, hätte es später keinen Platz mehr auf dem Filmmarkt des wiedervereinigten Deutschlands gegeben.</p>
<p style="text-align: left"><strong><em>„Ohne Verachtung und frei von Zynismus“</em></strong></p>
<p style="text-align: left">Seine HeldInnen wurschteln sich durch ihr Leben, einen Sommer, einen Winter, einen Wahlkampf lang und bleiben dabei immer liebenswert und werden nie vorgeführt. Dennoch sind Dresens Filme frei von Sozialromantik und immer politisch. Als Vorbilder, Filmemacher und Autoren, die ihn beeinflusst und beeindruckt haben nennt er Namen wie Wolfgang Kohlhase, dessen Drehbuch zu „Sommer vorm Balkon“ er verwirklicht hat und mit dem er jetzt bei „Whiskey mit Wodka“ wieder zusammen gearbeitet hat, Jim Jarmusch, die italienischen Neorealisten, Ken Loach und den britischen Realismus der 70/80er Jahre, bei dem ihm die selbstverständliche, undogmatische Art mit der Arbeiterklasse umzugehen beeindruckt hätte und er so etwas auch für den deutschen Film suchte. „Die Kunst die mich geprägt hat, hatte immer damit zu tun, dass die Künstler die Menschen geliebt haben, über die sie erzählten. Ohne Verachtung und frei von Zynismus“, sagt Dresen in einem Interview zum Film „Sommer vorm Balkon“. Eine Vorgabe, die in jedem Dresen-Film spürbar ist. Dresen hält keinen für blöd, eine seiner radikalsten Filme „Die Polizistin“ entstand fürs Fernsehen. Dresen schafft es, dass sogar ein „Herr Wichmann von der CDU“ in seiner sich wiederholenden Phrasenhaftigkeit und ein schmieriger Autohändler „Willenbrock“ irgendwie sympathisch werden. Dabei singt Dresen aber nicht das gerne angestimmte Lied vom armen weißen Mann, das Ines Kappert letztlich in ihrer intelligenten Analyse „Der Mann in der Krise. Kapitalismuskritik  in der Mainstreamkultur“ dekonstruiert hat, sondern zeigt wie Menschen ihre Rolle in einem System spielen. Als weiterer Vorbilder nennt Dresen auch die Dardenne &#8211; Brüder. Nach dem Publikumserfolg von „Sommer vorm Balkon“ wollte er gerne etwas Radikaleres, Unversöhnlicheres machen. Entstanden ist „Wolke 9“, eine Film über Liebe und Sexualität im Alter, der bei Publikum und Kritik trotz dieser Härte gut ankam.</p>
<p style="text-align: left"><strong><em>Radikales Vertrauen</em></strong></p>
<p style="text-align: left">Damit so etwas entstehen kann ist in der Arbeitsweise vor allem eins wichtig: Vertrauen. SchauspielerInnen und KollegInnen sprechen von einer freien, gleichberechtigten und respektvollen Atmosphäre am Set. Nadja Uhl nannte es einmal einen kleinen „Set-Kommunismus“. Dresens größte Qualität ist, scheint es, normal und unprätentiös zu sein. Er selbst spricht davon ein Klima ohne Angst schaffen zu wollen, eine Atmosphäre, die es erlaubt, sich zu öffnen, damit etwas entstehen kann. Für die Arbeitsweise der Improvisation ist das natürlich extrem wichtig. Dresen arbeitet oft mit denselben Menschen zusammen: Axel Prahl, Laila Stieler, Wolfgang Kohlhaase, Inka Friedrich, Cooky Zische&#8230;um nur einige Namen zu nennen, der Ruf der „familiären“ Atmosphäre eilt ihm voraus. Dresen macht Ensemblefilme.</p>
<p style="text-align: left">Bei jeden Film muss man versuchen die eigenen Grenzen zu verschieben, ein Stück weiter zu treiben.“ ist Dresens Überzeugung. Mal sehen ob „Whisky mit Wodka“ ein radikaler Film wird oder ein Publikumserfolg. Oder Beides. Der Mann mit den schönen Berlinfilmen lebt übrigens in Potsdam. Dort ist es ruhiger.</p>
<p style="text-align: left"><em><br />
</em></p>
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		<title>Blocklaster</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2010 20:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Carolin Petersen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[Avatar, das mit neuster 3-D- und Special Effects-Technik ausgestattete Kino-Spektakel von Blockbuster Regisseur und Drehbuchautor James Cameron (Terminator, Titanik) ist ein Trip durch Utopia.

Blaue Mars-, äh Patagonia-Männchen vom Volk der Na‘vi, physisch ausgestattet mit einer Mischung aus westlichen Schönheitsidealen &#8211; groß und schlank mit Kulleraugen &#8211; und schlechter Mundhygiene leben im Einklang mit der Tierwelt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Avatar, das mit neuster 3-D- und Special Effects-Technik ausgestattete Kino-Spektakel von Blockbuster Regisseur und Drehbuchautor James Cameron (Terminator, Titanik) ist ein Trip durch Utopia.</strong><br />
<span id="more-1199"></span></p>
<p>Blaue Mars-, äh Patagonia-Männchen vom Volk der Na‘vi, physisch ausgestattet mit einer Mischung aus westlichen Schönheitsidealen &#8211; groß und schlank mit Kulleraugen &#8211; und schlechter Mundhygiene leben im Einklang mit der Tierwelt und der Natur.  Bedroht durch die geldgierige Menschheit, die ihren eigenen Planeten nahezu komplett ausgebeutet hat und nun auf die Ressorcen des Naturvolks umsteigen muss, eilt Ihnen der gelähmte Soldat Jack Skully zur Seite. Allein durch seine Gedankenkraft steuert er einen Na‘vi-Avatar, der in der für Menschen giftigen Athmosphäre existieren kann.</p>
<p>Während seiner Abenteuer in der an kitschige Jahrmarkts“gemälde“ erinnernden Fantasia-Welt begegnet er der fluoreszierenden Neytiri. Zwischen ihm und der „Pocahontas auf LSD“ entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die der Kinogänger in kleinen Variationen schon hundert Mal gesehen hat.</p>
<p>Und es bleibt nicht bei diesem déjà vu. Schon die Charaktere bedienen sämtliche Stereotype: der geldgierige Firmenboss, der psychopathische Elitesoldat mit markigen Sprüchen, die ideologische Forscherin und der gebrochene Held.</p>
<p><strong>Alles nur geklaut</strong></p>
<p>Auch der Plot, oder besser „die Plots“, kommt einem bekannt vor. Kein Geheimnis, dass James Cameron sich bei sämtlichen Sci-Fi-Geschichten, die ihn seit der Jugend begeistern, bedient hat.</p>
<p>Sci-Fi-Abenteuer, Drama, Liebes- und Katastrophenfilm, dazu noch ein wenig Utopia und Kriegsfilmhandlungen &#8211; dies alles gepresst in 160 Minuten. Kann das gut gehen?</p>
<p>Manchmal ist weniger mehr. Und in diesem Fall: weniger mitreißende Geschichten, weniger ausgearbeitete Charaktere, dafür mehr &#8211; viel mehr &#8211; Technik und Special Effekte.</p>
<p>78 Bilder pro Sekunde für die ausgefeilte 3-D Technik, anstatt der sonst üblichen 24 &#8211; (über)fordern das Auge und sind vielleicht der Grund dafür, dass Cameron das Denkzentrum nicht unnötig belastet. So bleibt die volle Gehirnkapazität für die visuelle Verarbeitung.</p>
<p>Denn da ist einiges zu tun. Drachenvögel schlagen einem mit ihren Schwingen fast ins Gesicht, Silberfisch-Hunde schnappen zu und lassen einen auf den Kinositzen zusammen zucken. Selbst in der letzten Reihe ist keine Ruhe zum Knutschen. Wozu nach der Betrachtung von der blauen Pocahontas und Skully bei selbigem wahrscheinlich sowieso keiner mehr die Lust verspürt.</p>
<p><strong>Ein Klischee jagt das nächste</strong></p>
<p>3-D-Nerdbrillen, die vor zwei Jahren noch cool gewesen wären, bringen einen so nah ans / fast ins Geschehen, dass man am liebsten zu Sigourney Weaver rennen möchte und schreien: „Warum??“, wenn sie sich in ihren virtuellen Hippie-Öko-Avatar mit Flecht-Rastas morpht.</p>
<p>Die Klischees machen sogar vor der Musik keinen Halt. Der Auftritt der Na‘vi, deren Kleidung und Schmuck schon sehr etho-lastig ist, wird natürlich mit afrikanischer Trommelmusik begleitet. Wohingegen die Militärhubschrauber mit triumphaler Marschmusik eingeführt werden.</p>
<p>Für James Cameron, den technik-verliebten Erfolgsregisseur, ist Avatar eine Spielwiese der Special-Effects. Nebenher gibt es ein paar laue Storys, die unter anderem die grüne Bewegung und die Anti-Kriegs-Haltung bedienen. Gepaart mit der richtigen und kostenintensiven Marketingstrategie (150 Mio. $, mehr als jeder Film zuvor) soll Avatar sämtliche Zuschauerrekorde sprengen.</p>
<p>(Werbe)technik, die begeistert.</p>
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		<title>Bluebox Blaumänner</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 00:27:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Justus Wilhelm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[James Cameron hat mit Avatar 3D wieder einmal den teuersten Film aller Zeiten gedreht. Es ist ein vor Doppelmoral triefender, sinnlos mit Technik vollgestopfter Streifen.
Blau ist das neue grün! Mercedes nennt seine neuen Spritsparer Blue-Line und Samsung sein neues Öko-Handy Blue Earth. Der Klimawandel machts möglich. Getreu dem Zeitgeist hat James Cameron nun mit Avatar [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>James Cameron hat mit Avatar 3D wieder einmal den teuersten Film aller Zeiten gedreht. Es ist ein vor Doppelmoral triefender, sinnlos mit Technik vollgestopfter Streifen.</strong></p>
<p><strong><span id="more-1168"></span></strong>Blau ist das neue grün! Mercedes nennt seine neuen Spritsparer Blue-Line und Samsung sein neues Öko-Handy Blue Earth. Der Klimawandel machts möglich. Getreu dem Zeitgeist hat James Cameron nun mit Avatar 3D eine Art Bio-Science Fiction vorgelegt. Seine vollständig animierten Hauptfiguren sind dementsprechend: Blau.<br />
Die Geschichte des Films ist schnell erzählt. Der Planet der Na´Vi –eine Art Alien-Öko-Indianer &#8211; wird nach menschlichen bzw. amerikanischen Gepflogenheiten kolonisiert und durch Raubbau an der Natur zerstört. Nach einer unvermeidbaren interplanetaren Liebesgeschichte schmeißen die Öko-Aliens die Menschen aber wieder raus.<br />
Die Message ist klar. Popcorn-Kino für den zivilisierten Gutmenschen, der die Ausrottung der Indianer blöd und den Klimawandel auch nicht so gut findet. Action, Liebe und Verrat inklusive. Eine Mischung aus Star Wars, der mit dem Wolf tanzt, und Serengeti darf nicht sterben. Der nicht gerade als barmherzige Samariter bekannte Rupert Murdoch hat das Geld für den Film gegeben -James Cameron sein notorisches Faible für technische Neuerungen. Was in Abbys, Terminator 2 und Titanic noch Aufregung versprach und zur Illustrierung der Geschichte diente, wird bei Avatar nun zum Selbstzweck. Camerons im Computer errechneten Bildwelten sind durch ihren räumlichen 3D-Charakter zwar von beeindruckender Präsenz. Das bloße Zurschaustellen des visuell technisch Möglichen erinnert aber eher an die Schausteller des frühen 19. Jahrhunderts, die der Menschheit die ersten bewegten Bilder präsentierten. Die Geschichte war damals zweitrangig – bei Avatar ist sie es wieder. Mit dem Kino als Ort des Erzählens in Bildern hat das nichts mehr zu tun.<br />
Offenbar hat selbst der Technik-Nerd Cameron dieses Manko bemerkt. Wie sonst könnte man sich die Besetzung der Science Fiction Ikone Sigourney Waever erklären, wenn nicht als krampfhafter Versucht, zumindest einen Rest an Wiedererkennungswert zum Kino der großen Geschichten herzustellen. In der Blue-Box wurde ihr Gesicht gescannt, gerastert und gerendert, um es dann gänzlich verwurstet auf einen virtuellen Körper zu verpflanzen. Selbst der Schauspieler dient nur noch als Vorlage. Ein Verfahren, das eher an die Autorschaft Helene Hegemanns erinnert, denn an Regie –wie Cameron sein Treiben immer noch zu nennen beliebt.<br />
Michel Ballhaus hat diese vollständig im Computer generierten Bilder einmal als „Attraktion ohne Nervenkitzel“ – als „kaltes Auge“ &#8211; bezeichnet. James Cameron exerziert diese Ideenlosigkeit 161 Minuten in Reinform. Avatar 3D. So einen Film kann nur jemand machen, der alle dramaturgischen und ästhetischen Wegweiser des Kinos verloren hat. Die Erzählung untauglich, das Auge blind, und das Denken am Ende.</p>
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		<title>Same Same, But Different</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 23:07:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>janelle.dumalaon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film]]></category>

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		<description><![CDATA[SAME SAME BUT DIFFERENT ist die Verfilmung der wahren Liebesgeschichte des jungen Hamburger Journalisten Benjamin Prüfer und Sreykeo Sorvan, einer HIV-positiven Ex-Prostituierten aus Kambodscha.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Same Same But Different—Eine Rezension </strong></p>
<p>,,Same Same But Different“ ist eine Redewendung, die jeder Backpacker in Ostasien kennt &#8211; im Fall dieses  Filmes ist er in Kambodscha zu hören.  Der Spruch ist etwas (absichtlich) missverständlich und spielt besonders eine Rolle beim Feilschen um Souvenirs.  Imitationen auf dem Marktplatz sind zum Beispiel  ,,same same“ (wie das Original), aber einfach anders.</p>
<p>So ist es eben auch mit <em>Same Same But Different</em>: der Film ist eine reine Liebesgeschichte, wie viele andere. Er beschäftigt sich mit der wichtigsten Frage aller guten Liebesfilme: wie kann ein Paar zusammen bleiben,  trotz allem? ,,Alles“ sind die großen existentiellen Herausforderungen, die für die Einzigartigkeit einer Liebe sorgen &#8211; dadurch ist sie ,,different“. Diese können aus so vielem bestehen und sind immer anders. Der Film bietet sogar eine ganze Reihe solcher Herausforderungen: Krankheit, kulturelle Unterschiede,  Entfernung, Lebenstil und viele mehr.</p>
<p><strong>Auf den ersten Blick</strong></p>
<p>Genau in diesem Kontext kämpfen Sreykeo, eine Prostituierte in Phnom Penh, und Benjamin,  ein junger Abiturient aus Deutschland, für ihre Liebe.  Schon am Anfang des Filmes wird das am schwersten wiegende Problem deutlich: Sreykeo ist HIV-positiv. Danach zeigt der Film die Entwicklung ihrer Beziehung, von der ersten Nacht zusammen, nachdem sie sich in einem Bar kennen lernten und sich ineinander verliebten bis zu der Szene, in der Ben, wieder in Deutschland, die schlechte Nachricht von Sreykeo bekommt. Der Rest  des Filmes geht  um die oben gennante Frage und den Versuch des Liebespaares, sie—unter praktischen Gesichtspunkten&#8211; zu beantworten.</p>
<p><strong>Sreykeo, ihm schmeckt‘s nicht</strong></p>
<p>Es ist interessant, dass das übliche interkulturelle Filmklischee &#8211; der  Hauptcharakter, der sich im fremden Land wie ein Fisch auf dem Trockenen fühlt &#8211; nicht hervorgehoben wird. Ben hat eine ganz andere Haltung  im Vergleich zu Jan aus <em>„Maria, ihm schmeckt‘s nicht“. </em>Während Jan durch eine Reihe von Ereignessen mit den Eigenarten der Kultur und des Familienlebens seiner Verlobten unfreiwillig aber kömodiantisch umgehen muss, übernimmt Ben ganz bewusst die Verantwortung für seine Liebe und dazu die für ihn außergewöhnlichen Bedingungen von Sreykeo<em>s </em>Leben.  Dazu zählt nicht  nur dass sie HIV-positiv ist, sondern auch praktische Erwägungen. So ist ihre Familie finanziell von ihr abhängig und erwartet nun, auch von Ben unterstützt zu werden. Der Vater erkundigt sich sogar nachdrücklich, wann er ein Haus für die Familie zu bauen gedenkt.</p>
<p>Auch wenn es ihm nicht leichtfällt, nimmt er an ihrer Welt teil. Er schickt ihr Geld, hilft ihr mit der Behandlung ihrer Krankheit und fliegt mehrmals zu ihr nach Kambodscha. Dadurch wird klar ausgedrückt:  in erster Linie ist die Liebe eine selbstgewählte Entscheidung,  sein Leben mit jemandem zu teilen.</p>
<p><strong>Ein Film, der nichts außer Liebe thematisert</strong></p>
<p>Was mir an diesem Film besonders gefällt, ist der entschlossene Fokus des Films.  Auf der  <em>Same-Same</em>-Webseite ist das folgende Zitat von Regisseur Detlev Buck zu lesen: &#8220;Seit der Filmhochschule will ich einen Film machen, der nicht nur, wie so oft, ein bisschen Liebe beinhaltet, sondern nichts außer Liebe thematisiert“.  Das wird in diesem Film konsequent umgesetzt. Obwohl Ben und sein mitreisender Freund Ed auf der Suche nach einem Urlaubsabenteuer waren, ist der Film keine Backpacker-Story. Obwohl Sreykeo HIV hat, ist der Film weder eine Aufklärungskampagne über AIDS noch ein Kommentar zum Sex-Tourismus. Diese Elemente bilden nur den Zusammenhang der Geschichte, aber nicht die Geschichte selbst. Diese dreht sich ausschließlich um die Liebe, die „same same“ als universelle Sprache dargestellt ist, die alle Differenzen überbrücken kann.</p>
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