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	<title>Kulturen &#187; Notiz</title>
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	<description>Das Online-Magazin der Kulturjournalisten an der UdK Berlin</description>
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		<title>Zwei Frauen am Steuer</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 23:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tatyana Synkova</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notiz]]></category>

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		<description><![CDATA[










Irgendwann in diesem Jahr fingen wir an davon zu träumen, wie lustig es wohl wäre, mit dem Käfer nach Spanien und zurück in 5 Wochen zu fahren; dorthin zu fahren, wohin man gerade will, um dann irgendwo zu bleiben. Dieser Plan verfestigte sich immer mehr und nach einigen Vorkehrungen ging es dann Mitte August endlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><img class="alignleft size-medium wp-image-374" title="kaefer" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2009/02/kaefer-300x187.jpg" alt="kaefer" width="479" height="258" /></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">
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<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><strong></strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Irgendwann in diesem Jahr fingen wir an davon zu träumen, wie lustig es wohl wäre, mit dem Käfer nach Spanien und zurück in 5 Wochen zu fahren; dorthin zu fahren, wohin man gerade will, um dann irgendwo zu bleiben. Dieser Plan verfestigte sich immer mehr und nach einigen Vorkehrungen ging es dann Mitte August endlich los.</strong></span><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Ir<strong></strong></span><strong></strong><strong><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span id="more-288"></span></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"> </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">So, hier sind wir mal wieder mit unseren neuesten Abenteuern: Aber wo beginnt man da am Besten? Wahrscheinlich am Anfang..</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Erster Halt sollte Heidelberg sein. Reise-Insassen waren ein unbekannter Mitfahrer via Zentrale und zwei junge, reiselustige Ladies&#8230; In Heidelberg der erste Schock. Die Kupplung war im Eimer, ach und die Reifen könnten auch ausgetauscht werden.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">-Mmh was nun?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">-Zurückfahren? Ging nicht&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">-Reparieren? Zu teuer&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">-Weiterfahren? Keine Chance&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Also hieß es leider: Papaaaaa!</span><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong></strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Der erste Schock ist überstanden</strong></span><strong></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Glücklicherweise war dieser so nett, etwas in die Reisekasse dazuzugeben und so ging diese dann erstmal für die Reparatur dahin. 4 Tage später konnten wir die Reise fortsetzen und los ging es, jetzt nur noch zu zweit, erstmal nach Frankreich. Dort besichtigten wir viele kleine Städte und landeten ohne weitere Probleme nach einigen Tagen in Bordeaux. Wir suchten uns ein Zimmer und entschieden uns erstmal das Wochenende da zu bleiben. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Nachdem wir uns Tipps und Tricks zum sicheren Autoabstellen eingeholt hatten, parkten wir unser Auto auf einer großen, hell erleuchteten Straße, nahmen unser Wertgepäck mit und begannen das erste Wochenende ohne Auto. Doch Sonntag morgen kam der Schock. Jemand war natürlich in unser Auto eingebrochen. Netterweise mit einem Brecheisen und nicht durchs Fenster. Da ja nichts Wertvolles mehr in diesem Auto war, wunderten wir uns doch umso mehr über die vorhandenen Verluste: </span></p>
<ul>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Unser 	gesamtes voreingekauftes Essen war weg, sprich Nudeln, Marmelade, 	angefangener Frischkäse etc. Bis auf die demonstrativ 	hingestellten Gewürzgurken, die ließen sie uns da. </span></p>
</li>
<li>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Außerdem 	noch eine dreckige Hose, ein paar T-shirts, sonst nix.</span></p>
</li>
</ul>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Leicht verwirrt begaben wir uns auf die Weiterfahrt, um endlich am Meer anzukommen. Das taten wir und man wundert sich immer wieder, wie ein kleiner VW Käfer die Straßen in Aufruhr bringen kann. Wir wurden gegrüßt, angehupt und gemustert. Nach mehreren Bekanntschaften mit VW Bussen, Mercedes Wohn-Lkws und Campingwagen ging es in das Zielland Spanien, genauer gesagt ins Baskenland. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><strong>Viva la vida loca</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Dort verbrachten wir ein paar nette Tage mit Kommentaren von deutschen Touristen, wie:„Die kommen ja aus der Tschechoslowakei! Gibt’s ja gar nicht“, erkundeten die Landschaft und begaben uns dann nach Bilbao. Irgendetwas muss auf dem Weg dorthin passiert sein, denn nach ein paar Stunden Rast, wollte das Auto einfach keinen Berg mehr rauffahren, bzw. nur noch mit 30 km/h auf der Autobahn tuckern. So „schnell“ wie möglich versuchten wir bis zur nächsten Ausfahrt zu kommen, um dann das Auto abzustellen und es den Rest des Wochenendes nicht mehr zu betreten. Sonntags wurde dann der ADAC gerufen und sagte uns auch gleich: „Ohhhh, da sind sie aber in einer ganz, ganz schwierigen Region Spaniens.“ </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Was das heißen sollte, erfuhren wir dann in den folgenden Tagen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Wir wurden via Abschleppwagen in eine Bosch Werkstatt gebracht, die sich das Auto bis zum Nachmittag „anschauen“ wollten. Wir sollen doch so um 5 Uhr wiederkommen. Gesagt, getan. Um kurz nach fünf waren wir in der Werkstatt und bekamen mitgeteilt, dass ich 150 Euro zu zahlen hätte, da sie den Ölfilter und die Zündkerzen ausgetauscht haben, dafür 3 ½ Stunden gebraucht hätten und sie sich mit Vw Käfern nicht auskennen würden. Natürlich hatte ich soviel Geld nicht und rief verzweifelt den ADAC an. Die erste Person am Apparat sagte mir, nachdem ich meinte, dass ich Studentin sei und deswegen nicht eben mal so 150 Euro habe: „Tut mir leid, da kann ich nichts mehr für sie tun, ich bin nur die Sachbearbeiterin, ich habe nicht <span style="text-decoration: none;">studiert</span>.“ </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">„<span style="font-family: Arial,sans-serif;">Gut“ sagte ich: „dann verbinden sie mich doch bitte mit jemandem, der studiert hat.“ </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Als ich dann einen „studierten“ Menschen an der Leitung hatte, ging die Bezahlung mit einer Art Garantie, die ich zurückzahlen musste, sobald ich zuhause war. Also stiegen wir ins Auto und fuhren zu unserer Übernachtungsmöglichkeit. Am nächsten Tag, mitten auf der Autobahn, passierte das Selbe wieder. Obwohl ich der Werkstatt mittgeteilt hatte, dass die Zündung nachgestellt werden müsste, hatte sie scheinbar nichts gemacht. Also wurde wieder der Abschleppwagen gerufen, der nach einer guten Stunde kam und uns in die selbe Werkstatt brachte. Dort angekommen, wimmelte uns der Chefmechaniker ab und sagte zu dem Abschlepper er solle uns doch zu Vw fahren, was dieser ohne Einwilligung tat. Natürlich hatte sich der ADAC nicht mehr gemeldet, obwohl es verabredet war und ich stand mit meinen halben Spanischkenntnissen alleine da. Bei Vw angekommen, ließ der Abschlepper den Käfer runter und fuhr los. So standen wir da nun und versuchten dem spanischen Menschen zu erklären, was mit meinem Auto kaputt sei und was die erste Werkstatt getan habe.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Wir sollten das Auto über Nacht dortlassen und sie sagen mir am folgenden Tag, was los sei. Am nächsten Morgen stellte sich dann heraus, dass einige Ersatzteile bestellt werden mussten, was einige Tage dauern könnte und wir erstmal ohne Auto da standen. Was nun? Es mussten natürlich die gelben Engel her, immerhin steht in deren Vertrag, dass man in solcheiner Situation einen Mietwagen bekommt. Nach zahlreichen Disskusions-Telefonaten, bekamen wir unseren Mietwagen, welcher jedoch in Bilbao war, was ca. 60 km entfernt war. Sie würden mir die genaue Adresse per Sms zukommen lassen, da ich nichts zu schreiben dabei hatte. Eine Sms kam natürlich nie an. In der baskischen Hauptstadt angekommen riefen wir erneut den ADAC an, der uns eine Adresse nannte und ein Glück noch dazusagte, dass es am Flughafen sei. Es stellte sich nämlich heraus, dass die besagte Adresse die des Flughafens von vor 6 Jahren war und dies jetzt ein verlassenes Industriegelände sei. So viel zu den gelben Engeln.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Nach 3 Tagen konnte das gelbe Glück abgeholt werden. Und fuhr und fuhr und fuhr für ganze 60 Euro&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Wir begaben uns also mal wieder nach Bilbao um noch ein Wochenende im Hotel auszuspannen, da das gesamte Werkstatt-ADAC Hin und Her doch sehr anstrengend war. Aber unsere Abenteuerreise war noch nicht zuende, denn bei unserem Glück wurde an diesem Wochenende ein weiteres Mal ins Auto eingebrochen. Aber diesmal leider durchs Fenster&#8230;</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Nach einigen Chaosbeseitigungsmaßnahmen fielen uns dann auch die Verluste auf:</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">-unsere Campingkochtöpfe waren weg, ein paar Anziehsachen, eine Kulturtasche, Akkuladegeräte und meine Brille.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Auch diesmal kein größer Schaden, außer, dass Käferscheiben in Spanien sehr rar sind und dies ein weiteres Probleme darstellte. Nach einigen Glaswerkstatt Besichtigungen ohne Erfolg, baute uns die Letzte dann eine Plastikatrappe ein, die täuschend echt aussah. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;"><strong>Home sweet home</strong><br />
</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Und so ging es dann problemlos auf die Rückreise von 2 Wochen, ohne weitere Großstadtbesichtigungen und Einbrüchen. Das Kriechtier qualmte zwar ein bisschen aus dem Auspuff, aber es bewältigte jeden Berg und kam gesund und munter, nach insgesamt 5 Wochen, zurück nach Hause. Zur Kontrolle gab ich den Käfer dann doch noch mal in die Werkstatt und nun kam der letzte Schock: In irgendeiner Werkstatt müssen sie mir meinen Motor illegalerweise ausgetauscht haben, denn nun war anstelle eines 1300er Motors nur noch ein 1200er drin. Wahnsinn! Bei soviel Pech bleibt einem nur noch Galgenhumor und im Nachhinein kann man über das Alles einfach nur noch lachen, denn trotzdem sind wir alle froh und munter lebend zurückgekommen und das vermutete Abenteuer ist natürlich eingetroffen. Und diesen Urlaub werden wir alle so schnell nicht vergessen.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify"><span style="font-family: Arial,sans-serif;">Tja, und wenn wir nicht gestorben sind, dann leben wir wohl weiter!</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;" align="justify">
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		<title>Heimat ?</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Feb 2009 12:42:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sabine Wiley</dc:creator>
				<category><![CDATA[Notiz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Heimat]]></category>

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		<description><![CDATA[Kurfürstendamm, kurz nach zehn. Ich weiß, dass wir in Berlin sind, aber &#8230;

&#8230; mein Körper glaubt nicht daran. Dem Wind nach zu urteilen sind wir mindestens in Sibirien.
Eine Umfrage sollen wir machen. Zum Thema „Wieviel Heimat braucht die Sprache?“. Ob meine Kollegen das verstehen? Ich tue es nicht. Mir geht es wie mit diesen Intelligenztests, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><strong>Kurfürstendamm, kurz nach zehn. Ich weiß, dass wir in Berlin sind, aber &#8230;</strong><br />
</strong><span id="more-165"></span></p>
<p>&#8230; mein Körper glaubt nicht daran. Dem Wind nach zu urteilen sind wir mindestens in Sibirien.</p>
<p>Eine Umfrage sollen wir machen. Zum Thema „Wieviel Heimat braucht die Sprache?“. Ob meine Kollegen das verstehen? Ich tue es nicht. Mir geht es wie mit diesen Intelligenztests, die man im Internet machen kann: Ich verstehe einfach die Frage nicht.</p>
<p>Heimat und Sprache. Für ein deutsch-koreanisches Mischmensch-Erzeugnis wie mich ist das ein und dasselbe. Weil man mit einem Gesicht wie meinem niemals an einen bestimmten Ort gehört. Ich bin deutsch, weil ich die deutsche Sprache spreche. Und nicht, weil ich mit der Weißwurst in der Hand authentisch wirke. Deutsche Wortlandschaften &#8211; dass sind meine Berge, meine Wälder, meine Badeseen.</p>
<p>Aber die Aufgabe muss gelöst werden. Fragt sich nur wie. Natürlich könnte ich die Frage einfach stellen . Sollen sich die Passanten doch selbst überlegen, was sie darunter zu verstehen haben. Sind ja schließlich Berliner, die können das doch: Verbalsenf absondern über Gott und die Welt.</p>
<p>Und was ist, wenn ich jemand treffe, der so ist wie ich? Vielleicht sollte ich die Frage doch umformulieren. Neu interpretieren. Improvisieren. Die Kollegen fangen schon an, also los. Die Frau da vorne, die schlendert so nett. Die kommt von hier, dass sieht man gleich.</p>
<p>Die weiß bestimmt was Heimat ist.</p>
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