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	<title>Kulturen</title>
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	<description>Das Online-Magazin der Kulturjournalisten an der UdK Berlin</description>
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		<title>Adoro macht Liebe in Hamburg</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 10:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecca Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Lieder kennt jeder, nur die Versionen sind neu: langgezogener, mit rollendem r und irgendwie anmutiger. Aus Pop-Hits werden moderne Arien gemacht. Eingängige Beats verschmelzen mit klassischer Musik. Hinter dieser außergewöhnlichen Musik stecken fünf junge, gut aussehende Männer namens Adoro. Gestern Abend gastierten sie in der Hamburger O2 World.
Eine Balletttänzerin dreht Pirouetten, streckt ihr Bein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Lieder kennt jeder, nur die Versionen sind neu: langgezogener, mit rollendem r und irgendwie anmutiger. Aus Pop-Hits werden moderne Arien gemacht. Eingängige Beats verschmelzen mit klassischer Musik. Hinter dieser außergewöhnlichen Musik stecken fünf junge, gut aussehende Männer namens Adoro. Gestern Abend gastierten sie in der Hamburger O2 World.</strong><span id="more-2574"></span></p>
<p><a href="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/03/adoro_1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2575" title="adoro_1" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/03/adoro_1-199x300.jpg" alt="adoro_1" width="199" height="300" /></a>Eine Balletttänzerin dreht Pirouetten, streckt ihr Bein in die Höhe und bewegt ihre Arme engelsgleich zur Musik. Ihre Silhouetten sind nur als Schattenspiel auf einem von drei weißen, halbkreisförmigen Leinentüchern auf der Bühne zu sehen. Doch eigentlich ist das Augenmerk der Zuschauer nicht auf sie gerichtet, sondern vielmehr auf diejenigen, die diese sanfte, atemberaubende Musik von sich geben. Nico, Peter, Laszlo, Assaf und Jandy sind klassisch ausgebildete Sänger. Ihr ursprüngliches Metier sind Opern. Doch seit einem Casting 2007 verbinden sie die zwei wohl unterschiedlichsten Genres Pop und Klassik zu Einer und haben damit einen unerwartet großen Erfolg. Die zwei Tenöre und drei Baritone covern bekannte deutsche Poplieder von Xavier Naidoo, Yvonne Catterfeld, Mia und Nena und geben ihnen eine eigene Note.</p>
<p>Prädestiniert für Hamburg und daher einer der Songs, der beim Publikum am besten angekommen ist, war der Song „Große Freiheit“ von Unheilig. Aber auch „Engel“, der eigens für Adoro komponierte und getextete Song, berührte das erstaunlicherweise sehr gemischte Publikum. So nahmen die Adoros bei der Ansage des Songs „Liebe ist alles“ von Rosenstolz auch kein Blatt vor den Mund und kündigten an, nun Liebe mit den Zuschauern zu machen –natürlich nur musikalisch. Und so gingen sie flirtend während des gesamten Stückes quer durch die ausverkaufte O2 World und stellten am Ende des Liedes bedauernd fest, dass es nur für einen Quickie gereicht hat.</p>
<p><a href="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/03/adoro_2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2578" title="adoro_2" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/03/adoro_2-300x199.jpg" alt="adoro_2" width="300" height="199" /></a>Unterstützt wurden die Jungs &#8211; die deutsche, israelische, österreichische und ungarische Wurzeln in sich tragen – von einer Band sowie einem Orchester, welches unter der Leitung von Bernd Steixner spielte. Immer wieder ließ Adoro seinem Orchester Platz: so kam es gleich zu zwei Solis, wie dem der koreanischen Pianistin Ming sowie einem Klassikstück von J.S. Bach auf dem Cello von Sibella Ahrens. Nicht nur das die Musik des Orchesters und der Klang der Stimmen harmonisch aufeinander abgestimmt waren, auch die  Outfits passten optisch sehr gut zusammen. Die Damen des Orchesters glänzten während der über zweistündigen Show mit einer schwarzen, langen Abendrobe, während die Adoros gleich drei Mal ihr Outfit wechselten: beginnend mit einem eleganten schwarzen Anzug und einer Fliege, über ein blaues Samtsakko bis hin zu einem strahlend weißen Anzug vertraten sie ihr Image als Schwiegermamas Liebling perfekt über den ganzen Abend verteilt.</p>
<p>Kombiniert mit ein paar lustigen Sprüchen, mehreren privaten Videoeinspielern von den Proben und Fotos der Band aus der Kindheit war die Show perfekt abgerundet. Kein Wunder also, dass die Band auch in diesem Jahr zum bereits vierten Mal in Folge für den Echo – den deutschen Musikpreis – nominiert sind. In der neuen Kategorie „Crossover national/international“ konkurrieren die fünf Adoros unter anderem mit Michael Bublé um den begehrten Preis.</p>
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		<title>Die Gerechtigkeit siegt</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 22:59:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecca Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>

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		<description><![CDATA[Hastig bewegen sich die bunten Lichtstrahler durch die gesamte Arena. Der Beat der Musik wummst im Brustkorb. Und dann kommt er: Batman. Gewohnt mit Flatterumhang, stählerner Brust und schwarzer Fledermausmaske fliegt er über die Bühne der Berliner O2 World.
Es ist Batmans erster Auftritt in Deutschland, doch keine Anzeichen von Lampenfieber. Gekonnt landet der Retter von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hastig bewegen sich die bunten Lichtstrahler durch die gesamte Arena. Der Beat der Musik wummst im Brustkorb. Und dann kommt er: Batman. Gewohnt mit Flatterumhang, stählerner Brust und schwarzer Fledermausmaske fliegt er über die Bühne der Berliner O2 World.</strong><span id="more-2567"></span></p>
<p><a href="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/batman-foto2.jpeg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2568" title="batman foto2" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/batman-foto2-300x200.jpg" alt="batman foto2" width="300" height="200" /></a>Es ist Batmans erster Auftritt in Deutschland, doch keine Anzeichen von Lampenfieber. Gekonnt landet der Retter von Gotham City auf der Bühne und beginnt gegen das Böse zu kämpfen. Mit einem völlig neuem Konzept kommt die „Batman Live Tour“ nun auf Deutschlandtournee. Dabei gibt sie vor kein Musical und keine Theateraufführung zu sein, sondern eine angepriesene 3D-Live-Show. Ersehnte Lichtinszenierungen, die durch das Publikum hinweg die Specialeffekts erzeugen, lassen jedoch leider auf sich warten. Dafür aber eine große elektronische Leinwand, die im Sekundentakt neue Bühnenbilder erzeugt. So wird das Publikum binnen kürzester Zeit von einer Szenerie in die nächste gerissen: vom Zirkuszelt in Haly&#8217;s Circus bis in die dunklen Regionen von Arkham Asylum, von der glitzernden Eisberg-Lounge des Pinguins zu den unterirdischen Wundern im Batcave.</p>
<p>Wie in den erfolgreichen DC Comics auch, werden Bruce Waynes Eltern nach einem Kinobesuch von einem Räuber überfallen und ermordet. Nur der kleine Bruce bleibt zurück und entwickelt sich im Laufe der Zeit zum Phantom der Gerechtigkeit. Während eines von ihm organisierten Zirkusauftrittes kommen Jahre später bei einem Anschlag auch die Eltern des 15 jährigen Dick Graysons um. Anfangs noch auf der Suche nach Rache, später dann nach Gerechtigkeit, schließt er sich Batman an und gibt sich den Vornamen seines Idols Robin Hood.</p>
<p><a href="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/Batman_Catwoman.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-2570" title="Batman_Catwoman" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/Batman_Catwoman-300x300.jpg" alt="Batman_Catwoman" width="300" height="300" /></a>Gemeinsam kämpfen die Beiden nun gegen das Böse, die in Gestalt von Catwoman, dem Joker, Penguin, Two-Face und The Riddler auftreten. Den Zuschauer erwartet dabei weder Hally Barry noch Heath Ledger. Trotzdem kommt es immer wieder zu spannenden Kampfszenen, die aufwendig dargestellt sind und immer mit der passenden Musik unterlegt sind. Zuständig hierfür ist James Brett – bekannt durch seine Musik im X-Men-Film. Außerdem müssen an dieser Stelle die aufwendig designten Bühnenoutfits von Jack Galloway erwähnt werden. Farbenfroh und detailgetreu schimmern sie in den Lichteffekten von Patrick Woodroffe – der schon für Konzerte von ABBA und Phil Colins das Licht kreierte.</p>
<p>Enttäuschend hingegen das hoch gelobte Batmobil, das von Formel 1-Designer Gordon Murray eigens für die Show angefertigt wurde und auf Grund von sämtlichen Extras einem James Bond Wagen ähnelt. Erzählt wurde von einem Düsenantrieb, Scheinwerfern die per Knopfdruck zu Raketen werden können – doch gesehen hat das Publikum nur ein schwarzes windschnittiges Auto, das sich auf einer gesteuerten Plattform drehen kann. Die Actionszenen hingegen wurden im Comic-Stil auf der schon erwähnten Leinwand abgespielt.</p>
<p>Das anspruchsvolle Berliner Publikum war trotzdem zufrieden. Durch einige Zwischenrufe, viele Lacher und tosenden Applaus zum Schluss des Stückes zeigten sie der Neuinszenierung von Batman ihre Anerkennung.</p>
<p>Bis zum 15. Januar sind Batman und Robin noch in der Berliner O2 World. Anschließend kämpfen sie in Frankfurt, Wien, Hamburg und Köln noch gegen das Böse. Alle Infos zu den kommenden Veranstaltungen und Tickets gibt es unter www.batmanlive.de</p>
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		<title>&#8220;Ich traue mir mehr zu&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 13:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sina Gesell</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Erleichterung steht Sandra Mennicke ins Gesicht geschrieben: Bei ihrem Auftritt im Jazzclub „Schlot“ hat alles geklappt, die Nerven haben mitgemacht. Im Interview spricht die 23-jährige UdK-Studentin und Sängerin über musikalische Vorbilder, Rückschläge und ihre Leidenschaft für Musicals.

Sandra, du coverst sehr oft Songs der Sängerin Adele. Was fasziniert dich an ihr?
Sie ist einfach eine tolle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Erleichterung steht Sandra Mennicke ins Gesicht geschrieben: Bei ihrem Auftritt im Jazzclub „Schlot“ hat alles geklappt, die Nerven haben mitgemacht. Im Interview spricht die 23-jährige UdK-Studentin und Sängerin über musikalische Vorbilder, Rückschläge und ihre Leidenschaft für Musicals.</p>
<p><span id="more-2542"></span></p>
<div id="attachment_2543" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-2543" href="http://kulturen.b3at.de/archives/2542/sandra"><img class="size-medium wp-image-2543" title="sandra" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/sandra-300x199.jpg" alt="Sandra Mennicke. Foto: privat" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Sandra Mennicke. Foto: privat</p></div>
<p><strong>Sandra, du coverst sehr oft Songs der Sängerin Adele. Was fasziniert dich an ihr?</strong></p>
<p>Sie ist einfach eine tolle Sängerin, hat eine wunderschöne Stimme und eine wahnsinnige Ausstrahlung. Auf der Bühne ist sie präsent wie kaum eine andere und zeigt Emotionen. Ich würde mich zwar nie mit ihr vergleichen; aber einige Leute haben schon öfter gesagt, dass sie, wenn ein Lied von Adele im Radio läuft, an mich denken müssten.</p>
<p><strong>Ein schönes Kompliment.</strong></p>
<p>Ja, das ist ein sehr großes Kompliment für mich, das beste, das ich mir vorstellen kann. Ein Dozent hat mir letztens gesagt, dass er immer an mich denken müsse, wenn er ein Lied von Pink hört. Auch das hat mich sehr gefreut.</p>
<p><strong>Mit wem würdest du sonst noch gern verglichen werden?</strong></p>
<p>Das kann ich nicht sagen. Ich denke, als Sänger ist es wichtig, dass man sich nicht mit irgendjemand vergleicht. Auch wenn ich Lieder cover, muss ich meinen eigenen Stil finden und mir diese Lieder zu eigen machen. Ich muss sie für mich selbst interpretieren und ihnen eine eigene Bedeutung geben.</p>
<p><strong>Wie sieht es dann mit Vorbildern aus?</strong></p>
<p>Die Musical-Darstellerin Willemijn Verkaik finde ich toll. Sie hat die Hauptrolle in „Wicked“ gespielt und hat eine traumhafte Stimme. Von ihr habe ich auch schon Lieder gesungen, zum Beispiel die Ballade „Ich bin es nicht“. Das war eine große Herausforderung für mich.</p>
<p><strong>Du coverst hauptsächlich Songs von Sängerinnen, warum nicht von Sängern?</strong></p>
<p>Das liegt vermutlich daran, dass ich mich besser an ihnen orientieren kann. Meinen eigenen Stil habe ich noch nicht wirklich gefunden, ich bin noch immer auf der Suche und sammle Eindrücke. Auch das Angebot an Musikrichtungen ist so vielfältig, dass ich noch nicht einmal die Gelegenheit hatte, mich überall auszuprobieren. Zurzeit geht es für mich eher in die Musical-Richtung, aber das kann sich noch ändern.</p>
<p><strong>Hättest du dann nicht lieber Musical-Show an der UdK studiert?</strong></p>
<p>Ja, ehrlich gesagt schon. Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden mit meinem jetzigen Studium. Die Chance, an den Studiengang Musical-Show zu kommen, ist sehr gering. Da muss man schon richtig gut sein. Aber ich denke, ich habe einen guten Kompromiss gefunden. Außerdem versuche ich das durch die Musical-Company zu kompensieren und so meine Leidenschaft für Musicals in meine Freizeit einzubinden.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hast du dich für den Studiengang Musical-Show beworben?</strong></p>
<p>Ja, direkt nach der Schule. Ich wollte das unbedingt machen, habe mich wahnsinnig angestrengt und wurde dann abgelehnt. Ich war einfach zu schlecht. Trotzdem war es eine Enttäuschung, ein Rückschlag. Das war schon hart. Immerhin ist Musik etwas sehr Subjektives. Man gibt aber so viel von sich preis, da fällt es dann umso schwerer, mit der Niederlage umzugehen.</p>
<p><strong>Hast du deshalb auch noch nie an Castingshows teilgenommen?</strong></p>
<p>Nein, das war nicht der Grund. Ich will das auch in Zukunft nicht. Da geht’s ja eher um persönliche Schicksale als um Gesangstalent. Aber ich muss zugeben, ich schaue mir die Shows im Fernsehen an. Ich selbst möchte in zwei Jahren beim Bundeswettbewerb Gesang teilnehmen. Da habe ich auch etwas, worauf ich hinarbeiten kann. Ich gehe zwar nicht einmal davon aus, dass ich auch nur eine Runde weiterkomme, aber darum geht es auch nicht.</p>
<p><strong>Seit deinem ersten größeren Auftritt im Schlot vor eineinhalb Jahren scheinst du dich verändert zu haben. Was meinst du?</strong></p>
<p>Das habe ich schon mal gehört. Ich glaube, das kommt daher, weil ich gerade im Musik-Bereich viel gemacht habe. Vor allem in der letzten Zeit hatte ich viele Auftritte, auch bei Hochzeiten oder Uni-Veranstaltungen. Deshalb gehe ich etwas entspannter an die Auftritte heran. Ich versuche, lockerer zu sein. Und ich bin ein Stück weit sicherer geworden über die Jahre.</p>
<p><strong>Entspannter, aber auch selbstbewusster?</strong></p>
<p>Das ist schwer einzuschätzen. Ich bin immer noch relativ unsicher und stehe mir damit manchmal selbst im Weg. Aber es wird schon besser. Ich mache ja jetzt auch immer mehr und probiere mich aus. Ich traue mir mehr zu.</p>
<p><em>Kurzporträt:<br />
</em></p>
<p><em>Wie lange sie schon Musik macht, kann Sandra Mennicke nicht genau sagen. Mit zehn fing sie an, zu singen und Klavier zu spielen und nahm Ballett-Unterricht. Gitarre, Schlagzeug, E-Bass und Geige folgten. Heute studiert die 23-Jährige an der Universität der Künste in Berlin Musikpädagogik. Ihre große Leidenschaft seien Musicals, vor allem „Wicked“ habe es ihr angetan. Vermutlich deshalb hat sie auch dieses Jahr im Jazzclub „Schlot“ in Berlin ein Lied aus dem Musical gesungen.</em><em>Nächstes Jahr wird sie mit der Berliner Musical Company auf der Bühne stehen, im Stück „Mein Avatar und ich“ von Peter Lund. 2013 will sie beim Bundeswettbewerb Gesang in den Kategorien Musical/Chanson teilnehmen. Außerdem wird sie mit ihrer Pop-Band, die aus einem Uni-Projekt entstanden ist, auftreten.</em><em><br />
Auch privat hört Sandra am liebsten Lieder aus Musicals, aber auch Pop oder Jazz und Blues. „Manchmal habe ich eine Musical-Phase, manchmal eine Jazz-Phase. Das kommt ganz auf die Situation an“, sagt sie. Eine ihrer Lieblings-Sängerinnen ist Adele, von der sie auch schon einige Songs gecovert hat.</em></p>
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		<title>Sind wir nicht alle ein bisschen Meese?</title>
		<link>http://kulturen.b3at.de/archives/2531</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 13:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Laura Marie Hamdorf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bühne]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Gruppe Dreißigjähriger flieht vor der Gesellschaft in ein dunkles Kinderzimmer und beschließt, Stipendiengelder in Dosenravioli zu investieren. Im bläulichen Schein des Fernsehers begibt sie sich auf eine Fantasiereise. 
 

 
Der durchschnittliche Anhänger der Generation Meese entspricht dem Klischee eines Versagers: Er ist Langzeitstudent, jobbt in Zeitarbeitsfirmen, seine Freizeit verbringt er vor dem Fernseher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine Gruppe Dreißigjähriger flieht vor der Gesellschaft in ein dunkles Kinderzimmer und beschließt, Stipendiengelder in Dosenravioli zu investieren. Im bläulichen Schein des Fernsehers begibt sie sich auf eine Fantasiereise. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><span id="more-2531"></span></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_2533" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-medium wp-image-2533" title="Anika Baumann und Michael Klammer als Mitglieder der Generation Meese: Fantasieexplosion im dunklen Zimmer" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/pr_meese304-200x300.jpg" alt="Anika Baumann und Michael Klammer als Mitglieder der Generation Meese: Fantasieexplosion im dunklen Zimmer" width="200" height="300" /><p class="wp-caption-text">Anika Baumann und Michael Klammer als Mitglieder der Generation Meese: Fantasieexplosion im dunklen Zimmer</p></div>
<p>Der durchschnittliche Anhänger der Generation Meese entspricht dem Klischee eines Versagers: Er ist Langzeitstudent, jobbt in Zeitarbeitsfirmen, seine Freizeit verbringt er vor dem Fernseher – der einzigen Lichtquelle in seinem Zimmer. Aber: Die Generation Meese ist überdurchschnittlich intelligent. Sie spricht fünf Sprachen, hat beste Noten und wird überhäuft von Stipendien. Nutzen tut sie diese Vorteile nicht &#8211; der Wettbewerb der Gesellschaft um Ehrgeiz und Erfolg stößt sie ab, genauso wie die hochnäsige Attitüde der Bildungselite. Statt laut zu protestieren, bleibt die Generation Meese aber unauffällig. Sie fühlt sich sicher auf einer warmen Matratze in einem abgedunkelten Zimmer.</p>
<p>Oliver Kluck hat in seinem Stück das psychologische Protokoll einer Anti-Subkultur niedergeschrieben. Namensgeber der Generation Meese ist Jonathan Meese, der sagte: „Man muss nur die Worte umdrehen und die Vorzeichen ändern, dann geht’s ab“. So irrational wie dieser Satz des Konzeptkünstlers ist, so eindeutig ist seine Botschaft: Die größte Befriedigung ist für ihn die Umkehrung des konventionellen Wertesystems. Es ist der gemeinsame Nenner der Generation Meese.</p>
<p>Klucks Text gleicht einem Stream of Consciousness. Er ist ein Sammelsurium aus Zitaten, Geschichten und Philosophien, die mal als Plädoyer vorgetragen werden, mal dialogisch aneinandergeraten. „Ich möchte den Regisseuren die Freiheit geben, ein Maximum aus dem Text, der Aussage, der Stimmung herausholen zu können“, sagt Kluck, der bekennende Feind von Regieanweisungen. Es bedarf eines ausgeprägten eigenen Standpunkts des Regisseurs, um eine sinnhafte Balance zwischen Fiktion und Realität des Textes zu finden.</p>
<p><strong>Zwangsneurose statt Tageslicht</strong></p>
<p>Der Regisseur Antú Romero Nunes, der das Stück am 8. Februar 2010 im Studio des Gorki Theaters uraufführte, hat sämtliche Szenen in einen dunklen Raum verlegt. Der Bühnenboden ist mit Schaumstoffmatratzen ausgelegt, ein Haufen bunter Decken und Kissen türmt sich in der Mitte. Alles wird berührt vom bläulichen Flackerlicht des Fernsehers.</p>
<div id="attachment_2535" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2535" title="Schutz vor der Realität: Eine Matratzenhöhle wird zur Existenzgrundlage" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/pr_meese205-300x199.jpg" alt="Schutz vor der Realität: Eine Matratzenhöhle wird zur Existenzgrundlage" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Schutz vor der Realität: Eine Matratzenhöhle wird zur Existenzgrundlage</p></div>
<p>Für Nunes ist das Prinzip Meese keine Collage von Absurditäten, sondern der übersteigerte  Drang nach Rückzug und Passivität, der sich in der Ellenbogengesellschaft bei jedem bemerkbar macht. Anika Baumann und Michael Klammer verkörpern zwei Meesianer im Schlabberlook. Sie gehören jedoch nicht zu den Menschen, die diesen Drang in gesundem Maße verspüren: Sie sind die personifizierte Passivität, deren psychische Störung an neurotischem Armkratzen abzulesen ist.</p>
<p>Plötzlich agil werden die beiden Protagonisten, wenn sie in kindliche Rollenspiele verfallen. Sie werden zum hochnäsigen Professor, der sich im tief bayerischen Akzent über die Sitten- und Antriebslosigkeit der Jugend beklagt, zur nach Selbstverwirklichung strebenden Lehrerin oder zu Marcel Reich-Ranicki, der sich über die jämmerlichen Versuche junger Autoren amüsiert. Sie zitieren alle Absurditäten der Welt da draußen – und jagen sich im nächsten Moment über den weichen Untergrund. Sie lassen sich fallen, sie kuscheln sich ein, sie sind unverletzlich. Einzig die karge Bühnenbeleuchtung und der Nebel, der manchmal über die Matratzen wabert, lassen keinen Zweifel daran, dass es sich nicht um eine Kinderzimmer-Idylle handelt, sondern um den surrealen Lebenszustand eines erwachsenen Menschen, der vom Tageslicht nichts wissen will.</p>
<p><strong>Tuba gegen Taubheit</strong></p>
<p>Als Schuldige an der Unfähigkeit, sich mit der Welt zu arrangieren, werden die Eltern der Meese-Generation angeprangert. Nunes konkretisiert die Taubheit der Eltern, indem er Michael Klammer „Mutter!“ in eine Tuba brüllen lässt. Ein Hilferuf ohne Antwort. Statt liebevoller Erziehung haben die Eltern die wahren Probleme ihrer Kinder nie wahrgenommen, ließen sie dagegen mit teuren Instrumenten alleine – Musikunterricht gegen das schlechte Gewissen.</p>
<div id="attachment_2537" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-2537" title="Schrei nach der Mutter: Tuba statt Elternliebe" src="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2012/01/pr_meese301-300x199.jpg" alt="Schrei nach der Mutter: Tuba statt Elternliebe" width="300" height="199" /><p class="wp-caption-text">Schrei nach der Mutter: Tuba statt Elternliebe</p></div>
<p>„Es ist das Finden der eigenen Verwirrung“ sagt Oliver Kluck über sein Stück. Verwirrend ist in erster Linie die Inkonsequenz des Prinzips, eine Definition ist unmöglich. Nunes gelingt eine Zuspitzung dieser Inkonsequenz: er hat Klucks Stream of Consciousness in Sinneinheiten gegliedert und die unzähligen Sprecher aus dem Text auf zwei Münder verteilt. Die beiden Schauspieler werden so mit einer Masse an Eigenschaften beladen, die sich oft widersprechen. Das Rätsel um die Meese-Persönlichkeit wird nicht aufgeschlüsselt, sondern verkompliziert. Obendrein fragen die Schauspieler ihr Publikum anfangs provokativ: „Woher wisst ihr, ob wir nicht zum Beispiel genau jetzt anfange, zu lügen?“ Die Verwirrung ist perfekt – niemand weiß, ob sie gerade improvisieren oder geprobte Sätze aufsagen.</p>
<p>Das Publikum spielt überhaupt eine entscheidende Rolle &#8211; denn es dient zur Legitimation des Meese-Prinzips. „Welche Serien habt ihr denn in den 90ern geguckt?“ wird es von den Schauspielern gefragt – so hartnäckig und so lange, bis alle einschlägigen Sendungstitel gefallen sind. Blamabel &#8211; Theatergänger geben nicht gerne zu, fernzusehen &#8211; sich einmal aus der hektischen Welt zurückzuziehen und einer Beschäftigung nachzugehen, die jedes Denken abstellt und neue Welten eröffnet. Ihnen allen wird in diesem Moment der Spiegel vorgehalten, ihnen wird beigebracht, dass das Prinzip Meese ihnen mehr entspricht, als geahnt.</p>
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		<title>Friedhof der Unbekannten</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 11:50:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Rebecca Schindler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Berliner und Touristen kommen an dieser Ecke täglich vorbei – die Schloßstrasse ist eine der beliebtesten Einkaufsmeilen, gleich nebenan befindet sich das Rathaus Steglitz. Und doch dürfte der alte Dorffriedhof der Matthäus Gemeinde in Steglitz bisher nur wenigen aufgefallen sein. Hier liegen 60 Gräber, deren Geschichte gerade erforscht wird. Wir haben nachgefragt, was bisher über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berliner und Touristen kommen an dieser Ecke täglich vorbei – die Schloßstrasse ist eine der beliebtesten Einkaufsmeilen, gleich nebenan befindet sich das Rathaus Steglitz. Und doch dürfte der alte Dorffriedhof der Matthäus Gemeinde in Steglitz bisher nur wenigen aufgefallen sein. Hier liegen 60 Gräber, deren Geschichte gerade erforscht wird. Wir haben nachgefragt, was bisher über die unbekannten Toten in Erfahrung gebracht wurde.<span id="more-2526"></span></p>
<p><a href="http://kulturen.b3at.de/wp-content/uploads/2011/12/beitrag_schindler_friedhof.wav">Hörfunkbeitrag: Friedhof der Unbekannten</a></p>
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